TRON und Universitätsmedizin Mainz gründen eine neue gemeinsame Forschungseinheit für Immunpathologie

TRON und Universitätsmedizin Mainz gründen eine neue gemeinsame Forschungseinheit für Immunpathologie

Die TRON gGmbH, Mainz, und die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gründen eine neue kooperative Forschungseinheit (Joint Unit) für Immunpathologie. Die gemeinsam finanzierte  Abteilung soll insbesondere die gewebebasierte immun-onkologische Forschung am Standort Mainz stärken und wird am Institut für Pathologie der Universitätsmedizin Mainz angesiedelt sein.
 
TRON ist ein international führendes Forschungsinstitut auf dem Gebiet der personalisierten Immuntherapie, wobei die Analyse von Gewebeproben einen wesentlichen Bestandteil für die Erfassung diagnostisch relevanter Daten darstellt. Das Institut für Pathologie der Universitätsmedizin Mainz besitzt langjährige Erfahrung mit präzisen, pathologische Analysen, die sowohl für die Patientendiagnostik als auch für Forschungsprojekte essentiell sind. Die gemeinsame Finanzierung der neuen Immunpathologie-Abteilung wird die Kernkompetenzen im Bereich Gewebe-basierter Analysen in der Krebsmedizin weiter stärken und das Mainzer Profil als führenden Standort in der klinischen Etablierung von Immuntherapien als Standard-of-Care festigen.
„Die neue Joint Unit für Immunpathologie wird ein wichtiger Teil der Forschungsinfrastruktur der Universitätsmedizin Mainz werden“, ist der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Ulrich Förstermann, überzeugt. „Denn sie kann wesentlich  zu einem tiefgreifenden Verständnis des Zusammenhangs zwischen dem Immunsystem und der Entstehung und Ausbreitung von Krebs beitragen“, so der Wissenschaftliche Vorstand.
Prof. Dr. med. Ugur Sahin, Gründer und wissenschaftlicher Direktor von TRON betont die Bedeutung der Kooperation: „Wir gründen die gemeinsame Forschungseinheit, um die enge strategische Zusammenarbeit zwischen den starken Mainzer Schwerpunkten aus Immunologie und Immuntherapie weiter zu intensivieren. Durch die Etablierung einer klinisch-einsetzbaren Next-Generation-Sequencing basierten Diagnostik wollen wir dazu beitragen, die Mainz als führenden Standort in dem medizinischen Zukunftsfeld der genom-basierten personalisierten Immuntherapie weiter zu stärken.“
An die neue Joint Unit ist eine gleichermaßen neue W2-Professur gekoppelt, deren Inhaber die Aktivitäten der Forschungseinheit leiten und Teil eines umfassenden pathologischen Teams sein wird. Die Universitätsmedizin freut sich bekannt zu geben, dass Dr. Matthias Gaida damit betraut wurde. Die Forschungseinheit von Dr. Gaida wird von einem Team von Doktoranden, einem Assistenzarzt und zwei technischen Assistenten komplettiert.
Die neue Gemeinsame Abteilung wird folgende Aufgaben übernehmen: Stärkung der gewebebasierten immunologischen Forschung (z. B. durch Aufbau einer Immunüberwachungseinheit); Aufbau und Betrieb einer virtuellen Mikroskopiereinheit zur spezifischen Analyse von Immunzellinfiltraten und Untersuchung von immunologischen Parametern in menschlichen Gewebeproben; Beteiligung an immuntherapeutischen Forschungsprojekten; Monitoring klinischer Studien an der Universitätsmedizin Mainz; Integration von Inhalten und Technologien in Forschungsbereiche des Universitätsklinikums wie FZI (Immunologie), FTN (Neurowissenschaften), CTVB (Herz-Kreislauf-Forschung), BiomaTICS (Materialforschung) und anderen extern finanzierten Gruppen; und Teilnahme am curricularen und außerschulischen Unterricht von Medizin- und Zahnmedizinstudenten. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Abteilung für Immunpathologie Kurse zur Einführung in das Thema Immuntherapie und entsprechende gewebebasierte Untersuchungstechniken anbietet.
„Eine der Kernaufgaben der neuen Joint Unit für Immunpathologie wird es sein, sowohl Grundlagenwissenschaftler als auch klinische Forscher der Universitätsmedizin Mainz und der TRON mit experimentellen Modellen für immunonkologische Fragestellungen zu unterstützen. Somit haben wir eine wichtige Schnittstellenfunktion bezogen auf den immunologischen Forschungsstandort Mainz“, unterstreicht der Direktor des Instituts für Pathologie, Univ.-Prof. Dr. Wilfried Roth.

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