NAUTIK - Nutzung von Autoantikörpersignaturen als Testverfahren in der Krebsfrüherkennung

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NAUTIK - Nutzung von Autoantikörpersignaturen als Testverfahren in der Krebsfrüherkennung

Laut Robert Koch Institut werden 2012 in Deutschland schätzungsweise 490.000 Menschen neu an Krebs erkranken. Das sind zirka 90.000 Menschen mehr als vor 10 Jahren. Interessant ist, dass durchschnittlich 50 Prozent aller Krebspatienten geheilt werden könnten, wenn der Tumor in einem frühen Stadium entdeckt wird. In Abhängigkeit des Krebstyps liegen die Heilungschancen in manchen Fällen sogar bei bis zu 90 Prozent. Unter Berücksichtigung dieser Fakten wird klar, wie wichtig die Bereitstellung von In-Vitro-Diagnostika (IVD) zur Krebsfrüherkennung ist. Im Idealfall sind diese nicht- bzw. minimal-invasiv, kosteneffizient, schnell und einfach durchführbar und erkennen darüber hinaus die Krebserkrankung in einem sehr frühen Stadium, bei dem eine vollständige Heilung noch möglich ist. In diesem Zusammenhang stellt der Nachweis von tumorreaktiven Autoantikörpern im Blut von Krebspatienten ein reizvolles Konzept zur Entwicklung von IVDs bei der Früherkennung von Krebs dar.

Hilfestellung leistet in diesem Fall das körpereigene Immunsystem, indem es gegen Bestandteile des Tumors schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Erkrankung, bei dem noch wenige maligne Zellen vorhanden sind, eine humorale Antikörperantwort entwickeln kann. Durch die Bildung dieser Tumor spezifischen Antikörper wird das zu diesem Zeitpunkt noch schwache „Entartungssignal“ derart amplifiziert, dass es im Blut schon weit vor der klinischen Diagnostik, nachgewiesen werden kann. Trotz intensiver Forschung gibt es aktuell noch keinen klinisch zugelassenen Krebsfrüherkennungstest, der konzeptionell auf dem Prinzip von Tumor spezifischen Autoantikörpern beruht. Als Ursache hierfür sind im Wesentlichen drei Gründe aufzuführen. Erstens, die Translationslücke: Dies bedeutet, dass Erkenntnisse bezüglich krebsrelevanter Autoantikörper, die in der Grundlagenforschung gewonnen werden, nur schwer oder gar nicht zur Anwendung kommen, weil hier das „translationale“ Wissen (die Kenntnis über die Umsetzung vom wissenschaftlichen Ergebnis zum Produkt) fehlt. Zweitens, die Technologielücke: Hierbei fehlen Hochdurchsatz-Screening Technologien bzw. Technologiezusammenführungen, die zur effizienten Identifikation und Validierung von krankheitsrelevanten Autoantikörpersignaturen führen. Und drittens, die Kohorten/Probenlücke: meist fehlen entsprechende Verlaufskohorten, um „echte“ frühdiagnostische Tests zu entwickeln und zu validieren. Ziel des Vorhabens ist die Identifizierung und Validierung von Autoantikörpersignaturen aus dem Blut von Menschen zur Entwicklung eines In-Vitro Diagnostikums (IVD) für die Früherkennung von Krebserkrankungen.

Keywords 

  • Krebs
  • In-vitro Diagnostika
  • Autoantikörper
  • Früherkennung